Die Kindheit der Phantastik mit schrillen Titelbildern
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Pulps sind das amerikanische Aequivalent der deutschen Groschenromane.
Sie sind nicht nur in der Schweiz, sondern allgemein in Europa nur schwer zu bekommen.
Diese auf miserables, sehr zellulosehaltiges Papier - im Englischen "pulp", also "Holzbrei"
genannt - gedruckten Geschichten erschienen in den USA zwischen ca. 1910 und 1950, bevor sie dem
Siegeszug des "paperbacks" (Taschenbuch) weichen mussten.
Pulps werden aus drei Gründen gesammelt: wegen der grell-bunten Titelbilder, die oft bis an die Grenzen
des Erträglichen gehen, was Kitsch und Triviualkunst hervorzubringen vermag; - wegen der Autoren,
die ihre Geschichten in diesem Medium zum besten gaben (H. P. Lovecraft, Ray Bradbury, Robert Bloch,
Robert E. Howard, Dashiell Hammett, Edmond Hamilton, Robert Silverberg, und viele, viele andere in
den Bereichen Fantasy, Horror, Science Fiction, Krimi, Wild West, Abenteuer und anderen Sub-Genres
der Unterhaltungsliteratur); - und wegen bestimmter Serienhelden, wie Doc Savage, Conan, The Shadow,
Operator 5, The Spider, etc.
Die Blütezeit der Pulps fällt in die 1930er Jahre, als in Amerika die grosse Wirtschaftskrise
das Leben der Menschen bestimmte. In diesen mageren Jahren versuchten viele das grosse Elend zu vergessen
und für 10 Cents - soviel kosteten die meisten Pulps damals - zumindest für die Zeit der Lektüre in
wunderbare Fantasiewelten abzutauchen. Andere wiederum nutzten die Zeichen der Zeit, wechselten den Beruf
und schrieben für die Pulps.
Heute kommt der Sammler nur schwer an gut erhaltene Hefte aus diesen Tagen heran, und selten genug findet
man solche Pulps in der Schweiz. AMAZING hat solche Raritäten wie Originalausgaben der legendären Serie
Weird Tales.