Alles hat ein Ende – auch die Comics 😰🧓

Comic Shop Zürich

Alles hat ein Ende – auch die Comics 😰🧓

Alles hat ein Ende - auch die Comics

Keine Angst, ich hab keineswegs vor, den Löffel abzugeben und mit Comics aufzuhören und auch die Comics sind mit mir noch lange nicht fertig, auch wenn sich der Titel so anhört. Nein, ich möchte bloss einige Gedanken mit Euch teilen, die sich um das „Ende des Comicsammelns“ drehen. Konkret: was geschieht, wenn ein Comicsammler – aus welchen Gründen auch immer – sich von seiner Sammlung trennt und aufhört, Comics zu sammeln?

Das Vermächtnis der Toten

Als Comichändler, der in die Jahre gekommen ist, musste ich mich schon viele Male mit Sammlungsauflösungen beschäftigen. Der tragischste Fall ist, wenn ein Sammler stirbt und die Hinterbliebenen sich von der Sammlung trennen wollen oder müssen. Ich habe das bisher bloss einmal erlebt, wobei es mich persönlich betraf, weil der Sammler ein langjähriger und sehr guter Freund von mir war.

Das war eine Erfahrung, die nicht ohne Emotionen ablief. Ich übernahm die gesamte Sammlung und versuchte sie möglichst effizient weiterzuverkaufen, um den Verwandten etwas weitergeben zu können. Sie konnten mit den Comics nichts anfangen und hätten auf sich allein gestellt vermutlich alles weggeworfen.

Da es sich um eine relativ grosse Menge handelte, wollte ich die Sammlung so schnell wie möglich umsetzen und bot die meisten Comics sehr günstig an. Mit der Zeit konnte ich so das meiste verkaufen oder verschenken, sodass fast alles von anderen Comicsammlern absorbiert worden war.

Erdrückende Comicsammlung

Es gibt auch Sammler, denen ihre Sammlung irgendwann einmal über den Kopf wächst und sie sich von ihren Schätzen trennen wollen. Ebenfalls ein sehr guter Freund von mir hat mit etwa 60 Jahren damit begonnen, regelmässig Teile seiner riesigen Sammlung günstig abzustossen. Ich habe ihm viele Comics für meine Privatsammlung abgekauft, aber vieles fand auch den Weg in unseren Comicshop Amazing.

Die schiere Menge an Papier, die ein Comicsammler während Jahrzehnten angehäuft hat, kann schon erdrückende Proportionen annehmen – sowohl rein mengenmässig als auch psychologisch. Der Sammler realisiert irgendwann, dass er mit seinen Schätzen alt geworden ist und sie ihn im wahrsten Sinn des Wortes erdrücken.

Ein interessanter Aspekt ist die soziale Komponente. Ich habe es schon mehrmals erlebt, dass sich Sammler von ihren Comics trennen, wenn sie eine emotionale Krise durchstehen müssen. Beispiele dafür sind Trennungen und Scheidungen, oder auch bloss das simple Drängen eines Partners.

Ich werde nie den armen Kerl vergessen, der vor etwa 15 Jahren vor der Tür stand und vier Langboxen amerikanischer Comics aus seinem Wagen lud. Er übergab sie mir mit den traurigen Worten, seine Frau erlaube ihm nur zehn Boxen Comics in der Wohnung. Die vier seien die überschüssigen …

Habt Ihr gewusst, dass ich auch schon sehr viele Comics aus meiner Sammlung verkauft habe? Wenn man einen eigenen Comic Shop hat, geht das Verkaufen viel leichter.

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