Das A und O vom Comic Reselling 😁😉

Comic Shop Zürich

Das A und O vom Comic Reselling 😁😉

Das A und O vom Comic Reselling

Ein ganz konkretes Beispiel soll hier aufzeigen, dass Reselling von Comics sehr gut funktioniert, wenn man es richtig macht. Letzten Sommer kaufte ich einen grossen Bestand an US amerikanischen Comicheften aus dem Zeitraum 1985 bis 2000.

Ein Kubikmeter Comics

Es waren rund 8000 Comics und nach einigen Verhandlungen gehörten sie für 2000 Franken mir. Nun werden einige denken, dass man bei 25 Rappen pro Comic eigentlich nichts falsch machen kann, das ist in jedem Fall ein Super Deal! Nein, dieser Meinung kann ich mich nicht anschliessen.

Ich habe den Preis erst nach genauer Durchsicht der Comics bezahlt. Erst als ich im Kopf ungefähr durchgerechnet hatte, dass sich der Deal wirklich lohnt, habe ich mich dazu entschlossen, zuzuschlagen.

Es waren einige Schachteln mit Comics dabei, die von mir von vornherein als praktisch nicht verkaufbar eingestuft wurden. Wären zu viele solcher Comics dabei gewesen, hätte ich den Kauf nicht gemacht. Weil sich der Grossteil der Comics aber als sogenannte „durchschnittlich gute Ware“ erwies, schlug ich zu.

Nach dem nicht ganz einfachen Transport des mehr als einen Kubikmeters Papier über eine Distanz von etwa 100 Kilometern begann für mich das Sortieren und die Selektion. Dieser Prozess nahm ganze zwei Wochen in Anspruch, brachte dann aber schliesslich Früchte. Ich gliederte die Comics in mehrere Gruppen.

Beurteilung und Einstufung

Da waren zunächst einmal die Billighefte, die ich für 3 Franken pro Stück verkaufen wollte. Diese sortierte ich nach Verlag und innerhalb der Verlage alphabetisch. Das war bei weitem der grösste Teil der 30 Langboxen voll Comics und ein ganz schönes Stück körperliche Arbeit.

Etwa 2 Langboxen – ungefähr 500 Comichefte – waren in einem preislichen Bereich, wo es sich lohnte, diese zu verarbeiten und in den Online Shop einzustellen. Der Grossteil dieser Hefte war im Durchschnitt etwa 10 Franken wert, das teuerste ungefähr 40 Franken. Mit diesen Comics würde ich das investierte Geld wieder hereinholen und auch gut verdienen.

Im Verlauf der folgenden Wochen kontaktierte ich meine üblichen verdächtigen Stammkunden und liess sie die Comics sichten, sodass nach etwa zwei Monaten bereits der ganze Einkauf amortisiert war. Ich hatte meine investierten 2000 Franken wieder, aber der riesige Comicberg war kaum kleiner geworden. Die Masse war immer noch da.

Absatzmöglichkeiten

Die Comicbörse im Dezember bot die ideale Möglichkeit, um einige Boxen mit den Billigheften unters Volk zu bringen. Dort verkaufte ich die Comichefte für 2 Franken pro Stück und wurde so einige Hundert los. Irgendwie schien der Berg aber immer noch nicht wesentlich kleiner geworden zu sein.

Im Februar plante ich zusammen mit meinem Sohn in der Galerie111 eine Comicausstellung mit integriertem Ausverkauf, wo ich alle Boxen auf den Verkaufstischen präsentierte, und zwar wieder zum ursprünglich angedachten Preis von 3 Franken pro Heft. Im Verlauf dieser dreiwöchigen Ausstellung reduzierte sich der Bestand nochmals um mehrere Hundert Exemplare.

Inzwischen verkauften sich die etwas teureren Hefte im Ladenlokal und im Online Shop auch langsam, und jeder so generierte Franken war schon längst Reingewinn. Heute, ein knappes Jahr nach dem Einkauf, habe ich ungefähr 7000 Franken eingenommen. Abzüglich der investierten 2000 ergibt das einen Gewinn von 5000. Und von den 8000 Heften sind immer noch etwa zwei Drittel da …

Bilanz

Als letzten Weg, die Billighefte loszuwerden, sehe ich meine sogenannten Lesepakete. Ich packe jeweils zehn Comics in eine grosse, durchsichtige Plastikhülle und verkaufe das Paket für 3 Franken. Das macht dann 30 Rappen pro Comicheft, ist also immer noch mit 5 Rappen pro Heft in der Gewinnzone. (Im Einkauf kosteten die Hefte ja 25 Rappen pro Stück.)

Wenn erst einmal der ganze Bestand verkauft ist, werden wohl gut 12’000 Franken, eher sogar mehr, in die Kasse gespült worden sein. Man bedenke, dass einige der Goodies aus diesem Bestand, also solche Hefte, die etwa 10 bis 20 Franken Verkaufswert haben, immer noch im Online Shop gelistet sind oder noch gar nicht von mir verarbeitet wurden.

Reselling funktioniert. Das hat dieses Beispiel denke ich ganz gut demonstriert. Solche Deals mache ich sporadisch immer wieder, und obwohl dieser nicht der beste meiner Karriere war, veranschaulicht er den Durchschnitt doch ganz gut.

Der beste Deal, den ich in meiner Karriere als Captain Collector bisher gemacht habe, brachte mir bei einer Investition von 2500 Franken fast das Zwanzigfache ein.

Captain Collectors geheime Comicverkaufstrivia

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