Das Jahrhundert der Comics ☄️💥

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Das Jahrhundert der Comics ☄️💥

Das Jahrhundert der Comics

Das 20. Jahrhundert war definitiv das Jahrhundert der Comics. Das Medium wurde in der ersten Hälfte erschaffen, in der zweiten feingeschliffen und schliesslich zu dem gemacht, was wir Comics nennen. Nichts wäre heute in der Populärkultur so, wie es ist, hätte das letzte Jahrhundert uns nicht dieses bunte Vermächtnis beschert.

Die amerikanischen Patrioten

Die US amerikanischen Superhelden traten ihren Siegeszug kurz vor dem Zweiten Weltkrieg an. Superman erschien 1938 in den Comicseiten, sein düsterer Kollege Batman ein Jahr später 1939. Eine weitere wichtige Ikone, der personifizierte Superpatriot Captain America folgte dicht darauf 1941. Diese drei sind vielleicht die wichtigsten Ikonen der Superheldenkultur, zählen aber auf jeden Fall zu den ältesten.

Natürlich mussten die Prachtskerle auch ihren negativen Gegenpart haben, und so entstanden die Superschurken Lex Luthor (1940), der Joker (ebenfalls 1940) und Red Skull (1941). So hatten alle ihren Nemesis, und die Leser konnten sich auf spannende Geschichten über den ewigen Kampf Gut gegen Böse freuen.

Copyright DC

In der Folge wurden die Superheldenwelten ausgebaut und zu gewaltigen Fantasieuniversen aufgebläht, die auch heute noch fortbestehen und ständig erweitert und aktualisiert werden. Die beiden Giganten DC und Marvel sind in die Jahre gekommen, aber noch keineswegs am Ende.

Die Anderen

Neben Ikonen wie Micky Maus und der ganzen Heerschar von Funny Animals aus dem Comic- und Zeichentrick-Universum von Walt Disney entstand eine unüberschaubar grosse Zahl von weiteren Charakteren in allen nur erdenklichen Sparten. Science Fiction, Wild West, Krimi, Horror, Fantasy, Drama, Romanze, etc.

Doch auch auf der anderen Seite des Atlantiks wurden bis heute unvergessene und immer noch aktive Helden auf Papier erschaffen. In vielen europäischen Ländern entstanden ganze Comic Kulturen, die inzwischen längst Kultstatus (Kunststatus!) erreicht haben. Besonders produktiv waren Frankreich und Belgien mit Figuren wie Tintin, Lucky Luke, Asterix, Gaston, Spirou, und vielen, vielen anderen.

All diese wurden in der ersten Hälfte des Jahrhunderts und zu Beginn der zweiten Hälfte aus der Taufe gehoben und in einem etwas anderen Format publiziert, als in den USA üblich. Während in den USA das Comicheft Format vorherrscht(e), war und ist es im frankobelgischen Raum das Comicalbum.

In Deutschland begründeten Verleger wie Rolf Kauka, Walter Lehning und andere eine eigenständige Kultur der Bildergeschichten und schufen etwas Eigenes, das als Werk Bestand hat und auch heute noch Akzeptanz findet. All das geschah in den Nachkriegsjahren, als das 20. Jahrhundert seine erste Hälfte vollendet hatte.

Das Zeitalter der Comics

Doch damit war es noch lange nicht vorbei. Bevor das Internet seinen Siegeszug antrat, herrschten die oft abschätzig Schundhefte genannten Comics jahrzehntelang uneingeschränkt an den Zeitschriftenständen. Erst das Aufkommen von Videocassetten und die folgende rasante Weiterentwicklung der Technologie drängten die Papierhelden langsam zurück.

Von den ganzen Nachwirkungen und Nachbeben, die ebenfalls im 20. Jahrhundert entstanden, will ich hier gar nicht reden. Vielleicht in einem späteren Blogbeitrag. Ich meine die Entwicklung des Fandoms, der organisierten Conventions und das ganze Drum und Dran in Form von Merchandising Artikeln.

Habt Ihr gewusst, dass der Begriff Graphic Novel unter anderem aus dem Wunsch heraus entstand, sich vom anrüchigen Ruf des schundbehafteten Wortes Comic abzuheben?

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