Der neue francophone Conan Comic Boom 🤔🙈

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Der neue francophone Conan Comic Boom 🤔🙈

Der neue francophone Conan Comic Boom

Was macht eine gute Comic Adaption aus? Wie jede Adaption, ist es die Übertragung eines Mediums in ein anderes. Meiner Meinung nach sollten Adaptionen in erster Linie die Stimmung – das Wesen des Originals – ins andere Medium übertragen. Wenn diese Stimmung da ist, diese charakteristische grundlegende Vibration und ich das Originalmedium wiedererkenne, ist letztendlich alles andere sekundär.

Meine mangelnde Flexibilität

Und genau hier habe ich ein Problem. Wenn diese Grundstimmung, dieses dem Original eigene Wesen, nicht erkennbar ist, dann kann alles andere (für mich jedenfalls) nicht stimmen. Egal, ob mir persönlich der Zeichenstil nun gefällt oder nicht, ohne diese grundlegende Vibration stimmt eine Adaption für mich einfach nicht.

Kann sein, dass ich es zu eng sehe, ich gehe aber an jede Adaption in dieser Weise heran. Zugegeben, die heute immerpräsente und ach so arg strapazierte „Mangaisierung“ hilft auch nicht gerade. So gut wie alle jungen Künstler (aus meiner Sicht also diejenigen, die nach 1980 geboren wurden), die heute in der Comicbranche arbeiten, sind in irgendeiner Form von Mangas beeinflusst worden. Geht gar nicht anders.

Conan the Public Domainer

Ein weiteres Problem ist die Einfachheit der Prämisse, die überhaupt dazu führte, dass sich viele auf Conan stürzen. Die Rechte an einer ganzen Menge von Robert E. Howards Originalgeschichten sind frei geworden und fielen in die sogenannte Public Domain. Es steht also jedem frei, diese Geschichten in ein anderes Medium zu übertragen und sie in Comicform zu adaptieren. Ganz wichtig: Neue Conan Comics zu erschaffen ist rechtlich komplizierter, Originalgeschichten zu adaptieren ist simpel und erlaubt.

Und hier kommen die Franzosen ins Spiel, die seit einiger Zeit Howards Conan Geschichten zu Comics adaptieren. Ich weiss allerdings nicht, ob die Autoren und Zeichner sich überhaupt eingehend mit den Originalgeschichten und der Figur des Conan befasst haben.

Was ich in den Comics sehe ist weder stimmungsmässig, atmosphärisch noch sonstwie Conan, wie ich ihn aus den Originalerzählungen kenne. Und die hatte ich schon mehrmals gelesen, als die Eltern der betreffenden französischen Comickünstler noch in kurzen Hosen herumliefen. Natürlich ist das Ganze sehr subjektiv. Aber genau darum geht’s mir ja.

Conan the Classic

In den 1970ern hat Roy Thomas mit Barry Smith und später John Buscema unglaublich ausdrucksstarke Comics produziert, weil Thomas mit vollem Herzen hinter dem Projekt stand. Er war ein Howard Fan, der die Originalgeschichten mit Feuer und Flamme gelesen hatte. Da konnte er mit der Grundstimmung als Voraussetzung gar nichts falsch machen.

Bitte beachtet diese persönlichen, subjektiven Worte aus der Seele eines alten Fans, meine Herren aus dem französischsprechenden Europa: Ihr könnt schreiben und zeichnen, das streite ich nicht ab. Aber bei mir bringt leider bis jetzt keine eurer Conan Geschichten die Saiten meiner Seele zum schwingen!

Habt Ihr gewusst, dass Roy Thomas 1970 wegen dem grossen Boom der Conan Taschenbücher des Lancer Verlags mit den legendären Frazetta Titelbildern den Vorstoss unternahm, Conan als Lizenz Comic bei Marvel herauszubringen?

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