Jack Kirbys galaktisches Vermächtnis 🤖🔫

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Jack Kirbys galaktisches Vermächtnis 🤖🔫

Jack Kirbys galaktisches Vermächtnis

Wir schreiben das Jahr 1981 und Jack Kirby hat genug von den Grossen Zwei. Sowohl Marvel als auch DC haben ihn letztendlich enttäuscht, was die redaktionelle Seite seiner Comicserien angeht. Er hat genug und geht mit einem der ersten sogenannten Independents – Pacific Comics – einen Deal ein.

Unabhängig im Alter

Pacific, ursprünglich ein Comicshop und Comicversand, wagt den Sprung ins kalte Wasser und versucht neben den bestehenden Grossverlagen unabhängige, sogenannte creator owned Comics herauszubringen, wo die Rechte bei den Schöpfern bleiben. Und einer dieser Comics gehört Kirby: Captain Victory and the Galactic Rangers.

Schon als damaliger junger Fan erkannte ich, dass der King seinen künstlerischen Zenit längst überschritten hatte, nichtsdestotrotz haben diese Handvoll Hefte um den blonden Captain einen ganz eigenen Kirby-Charme. Der Stil ist meist holprig, und Kirbys Figuren sind stark vereinfacht, überstilisiert und oft bis ins Parodistische verzerrt.

Am Ende des Zeichenstils

Vielleicht ist das die konsequente Weiterentwicklung eines Jack Kirby, der seinen ganz eigenen Stil fernab jeder Anatomieschule entwickelte, um möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zeichnen zu können. Die Vereinfachung wird solange weitergetrieben, bis es nicht mehr geht, und dann noch einen Schritt weiter – bis zur Selbstparodie.

Ein typisches Kirby Dingsbums

Die Figuren der Geschichte sind typische Kirby Charaktere, allerdings kommt er bei weitem nicht an seine grossartigen Schöpfungen heran, wie einst in den Sechzigern: Galactus oder der Silver Surfer. Auch seinen New Gods Figuren bei DC in den Siebzigern können Captain Victory und seine Galaktischen Ranger das Wasser nicht reichen. Und doch …

I am Your Father! (Grandfather)

Wenn man die konsequente (bewusst unbewusste?) Evolution von Thor und den Asen bei Marvel Comics (The Old Gods) über Orion von den New Gods bis zu Captain Victory betrachtet, wird eine klare (hypothetische) Genealogie ersichtlich. Die Asen sind im Ragnarök untergegangen, nach ihnen kamen die Neuen Götter, dessen mächtigster Vertreter Darkseid ist. Orion ist Darkseids Sohn und Vater von Captain Victory.

Jack Kirby hat seine Götter Saga in drei Jahrzehnten in drei epischen Akten bei drei Verlagen erzählt: Thor (Marvel/Sechziger Jahre), New Gods (DC/Siebziger Jahre) und Captain Victory (Pacific/Achtziger Jahre).

Habt Ihr gewusst, dass Captain Collector 1983 einen Leserbrief zu Captain Victory verfasst hat, der im Jack Kirby Comic Silver Star #3 veröffentlicht wurde?

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2 Responses

  1. davor kokol sagt:

    👍👍🙈🙉🐞

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