Katastrophen Chaot Gaston 😱😂

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Katastrophen Chaot Gaston 😱😂

Katastrophen Chaot Gaston

Es ist fast 50 Jahre her, als ich Gaston kennenlernte. Es war 1971 und er hiess damals noch Jo-Jo. Korrektur: die eingedeutschten Namen beim Kauka Verlag waren sehr fantasievoll und etwas eigenwillig. Darum Jo-Jo. Das war halt die Comic Steinzeit, als alles, aber auch wirklich alles, eingedeutscht wurde, um die zartbesaiteten jungen Comicleser nicht mit fremdsprachigen Namen zu verwirren.

Enter Gaston

1957 tauchte der liebenswerte Bürolist Gaston zum ersten Mal in der Comiczeitschrift Spirou auf. Sein geistiger Vater André Franquin liess ihn vorerst nur als Statist agieren, doch schon bald übernahm der tollpatschige Kerl in den ausgelatschten Filzpantoffeln immer mehr Platz, wurde schliesslich zu einer Art Maskottchen der Serie in halb- und ganzseitigen Comic Geschichten.

Ähnlich wie bei Garfields Comic Strips sind seine Abenteuer kurze Gags mit einer Pointe oder einem (w)irren Abschluss. Meist endet es in Chaos, er jagt versehentlich etwas in die Luft, stiftet unabsichtlich Unordnung oder verbreitet einfach nur unsägliche Verwirrung. Typisch Gaston eben.

Copyright Dupuis

Who the f*ck is Jo-Jo?

Schon ein Jahrzehnt nach seiner Entstehung fand Gaston unter dem sehr frei übersetzten Namen Jo-Jo in den Publikationen des Kauka Verlags eine neue Heimat in Deutschland. Ab 1968 erschienen seine chaotischen Streiche in Fix und Foxi, später auch im Comicmagazin Primo.

Es vergingen noch einmal gut zehn Jahre, bis schliesslich ab 1981 Gaston beim Carlsen Verlag eine neue Heimat fand, diesmal unter seinem richtigen Namen. Die seiner Freunde und der Redaktionsmitglieder des Verlags, in dem er arbeitet, wurden allerdings weiterhin eingedeutscht. Das war notwendig, da die Originale sehr französisch lastige Namen haben.

Gaston Forever

Gaston ist für mich einer der ewigen Klassiker, den man immer wieder lesen kann, ohne seiner müde zu werden. Ähnlich wie bei seinem Comic-Vetter Tintin gibt es nur eine begrenzte Anzahl Comics mit ihm, weil André Franquin testamentarisch verfügt hatte, dass kein anderer seinen Gaston zeichnen dürfe. Dass nach dem Kauf der Rechte durch den Dupuis Verlag im Jahr 2014 neue Comics erscheinen, ändert nichts daran. Die guten alten One-Pager von Franquin bleiben Kult!

Habt Ihr gewussst, dass in den alten Zeiten, als es noch keine Asterix Comicalben auf deutsch gab, die beiden Gallier beim Kauka Verlag Siggi und Babarras hiessen?

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