King Kong – The Eighth Wonder of the World 🦍🦖

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King Kong – The Eighth Wonder of the World 🦍🦖

King Kong - The Eighth Wonder of the World

Was geschah heute vor genau 46 Jahren? Am 18. Mai 1974 lief der Original King Kong in der Flimmerkiste! Es kann nur einen geben, und das ist King Kong in schwarzweiss aus dem Jahr 1933. Dieser Film hinterliess damals einen unglaublich intensiven Eindruck bei mir und meinem kleinen Bruder, der bis heute nachklingt und unvergessen bleibt.

Der Plan

Es war eine Zeit ohne Internet, ohne DVD, ja sogar ohne Videocassetten. Wenn ein Film am TV lief, dann lief er in Echtzeit. Da gab es kein Drücken der Stop-Taste, kein Zurückspulen und keine Werbepause, in der man kurz hätte pinkeln gehen können. Man sah sich den Film an im vollen Bewusstsein, dass man ihn vielleicht erst in ein paar Jahren wieder sehen würde, oder aber auch nie wieder.

Mein kleiner Bruder (er war damals 11 Jahre alt) wollte unbedingt sicherstellen, dass dem Plan, uns den Film anzusehen, nichts in die Quere kam. Er ersann einen diabolischen Plot und entfernte den Fernsehprogrammteil aus der Tageszeitung, weil zeitgleich auf einem anderen Sender ein Western lief. Er wollte um jeden Preis verhindern, dass unser Vater – Ihr habt’s erraten, er schaute sich gern Western an – uns den Sendeplatz streitig machte.

Die Ausführung

Unser guter Old Man wunderte sich auch flüchtig stirnrunzelnd über das Fehlen der Zeitungsseite, entschloss sich dann jedoch, zusammen mit unserer Mutter an diesem Samstagabend Freunde zu besuchen. Der Weg war für uns frei!

Doch damit nicht genug der diabolischen Ideen meines findigen Bruders. Da wir nicht hätten aufbleiben dürfen und zeitig ins Bett sollten, musste eine ausgeklügelte Apparatur her, die uns das Nahen unserer heimkehrenden Eltern im Treppenhaus rechtzeitig signalisierte.

Der gewiefte Kleine ersann einen genialen Stolperdraht-Mechanismus, der ein kleines an einem Faden hängendes Spielzeugauto bei uns im Gang auf den Boden fallen liess, sobald jemand beim Treppensteigen besagten Faden durchtrennte.

Fast verpasst

Soweit, so gut. Die Eltern waren weg, der Sendetermin nahte. Doch dann machte uns die Müdigkeit fast einen Strich durch die Rechnung. Wir schliefen beide ein! Zum Glück erwachte ich fast rechtzeitig, sodass wir nur die ersten 10 Minuten oder so verpassten.

Ende gut, alles gut – wir hatten eines unserer prägendsten Erlebnisse im Leben, das bis heute nachhallt. Wir sahen den King Kong. An ihn kam später weder der 1976er Remake, noch all die anderen Werke, die im digitalen Zeitalter entstanden, heran. Es kann wirklich nur einen geben. Kong.

Hättet Ihr gedacht, dass mir im Gegensatz zu King Kong der Hammer Film Dracula mit Christopher Lee die schlimmsten Alpträume bescherte, als ich ihn 1973 zum ersten Mal sah?

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2 Responses

  1. DK sagt:

    Dieser Film hat einen bleibenden Eindruck in meiner Seele hinterlassen und war für mich Ausgangspunkt für beinahe alles, was mit Film und Fantasy zu tun hat. Er ist mittlerweile ein Teil meiner DNA geworden. Deshalb ist der 18. Mai über die letzten Jahrzehnte zu meinem persönlichen Kong-Feiertag geworden.

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