The Howard Swiss Connection 😏⚔️

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The Howard Swiss Connection 😏⚔️

The Howard Swiss Connection

Manche aus der Szene haben mich im Zusammenhang mit dem texanischen Autor Robert E. Howard als Swiss Connection bezeichnet. Ob es stimmt, darüber zu urteilen überlasse ich anderen. Fakt ist, dass ich in den Jahren zwischen 1980 und 2010 für Howards Nachlassverwalter Glenn Lord eine der wichtigsten Ansprechpersonen ausserhalb der USA war.

Howards Schweizer Ursprung

Wer war Howard, wer war Glenn Lord? Die kurze Version: Robert E. Howard (1906-1936) war ein texanischer Poet und Schriftsteller, der unter vielen anderen Helden den Barbaren Conan erschuf, dessen Abenteuer im Pulpmagazin Weird Tales in den 1930er Jahren für ziemliches Furore sorgten. Glenn Lord (1931-2011) war ein grosser Fan, der den grössten Teil seines Lebens der Verbreitung von Howards Schriften widmete und jahrzehntelang auch sein literarischer Nachlassverwalter war.

Kürzlich erschien ein Artikel von mir im Magazin phantastisch! im Atlantis Verlag. In diesem Artikel beschreibe ich meine ca. 40jährige Tätigkeit als Howard Fan und die grosse Zahl der sich daraus ergebenden Kontakte zu Gleichgesinnten wie Glenn und vielen anderen.

Keine Angst, ich werde den (zugegeben nicht gerade kurzen) Artikel hier nicht wörtlich wiedergeben, möchte aber einige interessante Stellen herauspicken und in diesem Blogbeitrag etwas umformuliert bringen.

Schicksalshafter Sommer 1974

Drehen wir das Rad der Zeit 46 Jahre zurück. Sommer 1974. Das Marvel-Comic-Virus hat mich voll im Griff: Spider-Man, Fantastic Four, Avengers, Jack Kirby, Stan Lee – you name it. Es war für mich damals also absolut logisch und konsequent, auch in den Sommerferien – diesmal in einem verschlafenen Nest auf Sizilien – nach Marvel-Comics zu stöbern, auch wenn es «nur» italienische waren. Und hier geschah dann auch die schicksalshafte Begegnung, die zu einer jahrzehntelangen Beschäftigung mit dem texanischen Autor Robert E. Howard führen sollte.

Der italienische Verlag Editoriale Corno gab damals eine ganze Menge von Marvel-Serien heraus, unter anderem Gli Albi dei Super Eroi, wo sich alle möglichen Superhelden tummelten. Einer dieser Helden war seit September 1973 dabei, nämlich ein gewisser lendengeschurzter Barbar mit namen Conan!

Ich fand das Comic eher ungewöhnlich, weil ich bei Marvel die üblichen Superhelden in bunten enganliegenden langen Unterhosen erwartete und nicht einen halbnackten Muskelprotz mit Schwert. Ich gab dem langhaarigen Kerl schliesslich den Vertrauensvorschuss, war er doch der Protagonist in einem Marvel-Comic – und ich war ja ein glühender Marvel-Fan.

Copyright Marvel

Die erste Geschichte, die ich in jenem Sommer durchblätterte (lesen konnte man es nicht wirklich nennen, weil meine Italienischkenntnisse sich aufs Elementarste beschränkten), hatte der heute legendäre Barry Smith gezeichnet. Ich lernte Smith erst später so richtig schätzen, weil ich seinen Zeichenstil zunächst gewöhnungsbedürftig, wenn nicht gar eingenwillig fand.

Viel wichtiger war zu diesem Zeitpunkt aber die kleine Nebensache mit den Credits. Da stand nämlich auf der Eröffnungsseite der ominöse Spruch «mit dem von Robert E. Howard erschaffenen Helden» – natürlich auf italienisch, aber für mich durchaus verständlich. Der Name sagte mir rein gar nichts, war aber Grund genug, meine Neugier zu entfachen. Also begann ich, nach diesem geheimnisvollen Robert E. Howard zu suchen.

Zuhause in der Schweiz wurde ich rasch fündig, die Conan Taschenbücher des Heyne Verlags präsentierten sich damals an den meisten Kiosken in den Drehständern. Die von Johnny Bruck gemalten Titelbilder beeindruckten mich ungemein und ich kannte Brucks Inspiration, den grossen Frank Frazetta, noch nicht. Das sollte erst noch kommen. Die elf relativ dünnen Taschenbücher mit Conans Abenteuern waren bald in meiner Sammlung, und dann legte ich erst richtig los!

Habt Ihr gewusst, dass Johnny Bruck einige seiner Conan Cover direkt von Frank Frazetta kopiert hatte? Das war einem Missverständnis mit dem Verlag zu verdanken. Heyne wollte Frazetta ähnliche Titelbilder, Bruck dachte, sie wollten fast identische Kopien haben …

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